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Projekt: Telefonketten

Beschreibung
Älteren und/oder behinderten Menschen möglichst lange ein selbständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen ist unstreitig anzustreben. Auch das Seniorenbüro setzt sich hierfür ein, z.B. mit Vortragsreihen über barrierefreies Wohnen.

Natürlich ist es nicht damit getan, ein geeignetes Wohnumfeld zu schaffen. Die betroffenen Menschen brauchen ein Gefühl der Sicherheit und den Kontakt zur Umwelt. Die Selbsthilfeeinrichtung "Telefonkette" vereinigt beide Aspekte.
Telefonketten sind ein freiwilliger Zusammenschluss von in der Regel 6 - 8 Personen, die über das Seniorenbüro zueinander finden. Diese Menschen telefonieren täglich zu einer bestimmten Uhrzeit und in einer festgelegten Reihenfolge miteinander. Die/der erste Anrufer/in wird "Kapitän" bzw. "Kapitänin" genannt. Er oder sie erhält zum Schluss auch den letzten Anruf.

Bei Abwesenheit (z.B. wegen Urlaub oder Arztbesuch) muss man sich bei der Person ab - und später wieder anmelden - von der man sonst immer angerufen wird. Wenn jemand ohne vorherige Abmeldung nicht zu erreichen ist, leitet der/die "Kapitän/in" unverzüglich eine Hilfsaktion ein.

Telefonketten vermitteln Sicherheit, da kein/e Teilnehmer/in unbemerkt tagelang hilflos sein wird. Hilfe kommt spätestens nach 24 Stunden. Telefonketten sind somit eine sinnvolle Ergänzung zum Hausnotrufsystem.
Sie bewahren vor Einsamkeit und vermitteln mehr Lebensqualität. Der tägliche Kontakt mit mindestens 2 Menschen ist gewährleistet. Neue Bekanntschaften, vielleicht sogar Freundschaften, entstehen.

Telefonketten kosten lediglich einen Anruf am Tag. Mitgliedsbeiträge oder ähnliches werden nicht erhoben.

Projektstand

Bislang konnten drei Ketten (in den Bereichen Bad Ems/Lahnstein, Diez und St. Goarshausen) installiert werden, wovon jedoch leider nur noch die in St. Goarshausen existiert. Die Zielgruppenansprache gestaltet sich trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung durch die Sozialstationen äußerst schwierig. Außerdem schrecken viele Interessenten davor zurück, jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit "präsent" sein zu müssen.

 

Darüber hinaus scheuen sich einige Menschen, ihren Kontaktbedarf öffentlich zu machen. Daher soll in Zukunft zunächst versucht werden, durch vertrauliche Einzelgespräche den persönlichen Nutzen und Bedarf zu klären, um sich dann mit anderen Interessenten in gleicher Lage zu treffen und sich zu einer gemeinsamen Kette zusammen zu tun.  

 
 

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