Vortrag: 150 Jahre Emser Erlass. Ein Blick in die Geschichte des russisch-ukrainischen Konfliktes

Vor 150 Jahren, 1876, unterschrieb Zar Alexander II. von Russland während seines Kuraufenthaltes in Bad Ems im Hotel „Vier Türmen“ den „Emser Erlass“. Damit verbot er die Verbreitung von Schrifttum und Theateraufführungen in ukrainischer Sprache. Die Ukraine war damals, wie auch Polen, die baltischen Staaten, Finnland und andere heute selbständige Staaten, ein Teil des Russischen Reiches, das ebenso wie Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich kein Nationalstaat sondern ein Vielvölkerreich war. Mit dem Emser Erlass wurde die Entwicklung von Kultur und Bildungswesen in der Ukraine und damit auch die Nationsbildung entschieden behindert. Der gegenwärtige Konflikt hat seine Wurzeln tief in der russisch-ukrainischen Geschichte. Der Blick in die Geschichte ist Voraussetzung, wenn man den gegenwärtigen Krieg und den Konflikt wie auch die Probleme bei der Suche nach einem dauerhaften und gerechten Frieden verstehen will.

Vorträge finden jeweils mittwochs um 19.00 Uhr im Marmorsaal Bad Ems statt. Der Eintritt ist frei.

Infos

Am 04.02.26, 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Bad Ems